(Er)sparen (1)/ Negatives

15 09 2009

Es gibt Tage, da könnte ich auch ohne Herbstdepression nur Negatives in mein Blog schreiben, aber ich lasse es, denn die Welt äh… auch das www ist voll davon (… von Leuten die sich vom Computer aus über etwas oder jemanden echauffieren.)

Nagut,  ein klitzekleines Bisschen: Ich habe Buchkataloge durchgeschaut. Was diesen Herbst mal wieder an Lebensberatungsbüchern kommt (und mein Buchladen nicht bestellt) ist schon enorm befremdlich:  Bücher, wie frau richtig Tusse ist, Erfolgreich Männer im Bett tja… verwöhnt, damit hörig macht und sie dann aus der Hand fressen lässt. Was sind das für Charaktere, die so etwas kaufen frage ich mich? Es muss sie ja geben. Die Esoterikratgeber würden mir jetzt bestimmt raten, meine Gedanken von diesem mich belastenden Thema abzuwenden weil es negative Energien anzieht und meine positiven Kräfte bindet.

Die Hunderatgeber würden mit einem aus und Platz den Blog zur Raison bringen oder die Katzeratgeber  mit Klickergeräuschen den Blog gewönnen, wieder positive Artikel zu veröffentlichen. Aber Katzenratgeber sind eine andere Geschichte…





Mutmaßungen über mein Blog

20 03 2009

„Es interessiert uns nicht, was du zum Mittag gegessen hast“ hält mir die Webcommunity entgegen. Obwohl ich das gar nicht vorhatte , das Zitat stammt vermutlich von Spiegel Online, Süddeutsche.de/ Jetzt.de oder sonstwoher. Ich fragte mich nach einigem Überlegen, ob es mich interessiert, was Victoria Beckham oder Heidi Klum zu Mittag gegessen haben? Wenig vermutlich interessiert es mich, und wenig haben sie wohl gegessen. Was aber gemeint sein könnte, was ich aus dem Zitat ziehen sollte, ist rauszukommen aus der selbstreferentiellen Aufzählung nichtiger Tagesaktivitäten und trotzdem einen individuellen Beitrag zu verfassen. Und, Punkt Nummer Drei kommt noch: Interessant zu sein. Dennoch denke ich, dass ich das in den Griff bekomme auch wenn es möglicherweise zu einer Quadratur des Kreises ausartet. Wenn ich nämlich eine der oben genannten Damen wäre, wäre selbst das Mittagessen einen Eintrag wert.





Weniger Surfen und mehr Zeit zum Bücherlesen?

15 01 2009

Ich habe das Glück, in einer Buchhandlung ein Praktikum machen zu können. Ja, ich mache z. Z. alles gleichzeitig, aber das ist ein Thema für einen anderen Tag.

Jedenfalls standen da dutzende, hunderte guter Bücher. Und ich dachte: „Was bringt mir das Surfen im Internet, hier stehen die interessanten Sachen! Man müsste mehr lesen, statt soviel zu Surfen!“ Nach einiger Zeit des Nachdenkens fiel mir ein, dass vor 10 Jahren, als das Internet noch nicht so voluminös und auch noch viel langweiliger war, ich auch kaum Neuerscheinungen an Belletristik oder Sachbüchern gelesen habe.“

Tja, da hat sich damals (vor 10 Jahren) wie heute (2009) immer noch nichts dran geändert: Carpe diem, pflücke/ nutze den Tag. Das muss jeder aber jeden Tag entscheiden, was er sich pflückt. Nehme ich als Beispiel den Ausdruck „carpe diem“. Bei Wikipedia steht, „carpe diem“ sei weniger hedonistisch, als epikuristisch gemeint. Würde ich mich jetzt besser fühlen, wenn ich das im Brockhaus nachgeschaut hätte? Soll ich mir Literatur über Epikur besorgen? Nein! Ich kann das Thema jetzt abhaken und habe dann vielleicht wirklich mal Zeit für die Lektüre  einer  Belletristikneuerscheinung oder der jeweils aktuellen Nobelpreisträger, z.B.  eines Werks von Le Clézio. Aber wie sieht es wirklich aus: Auch Orhan Pamuk (Literaturnobelpreis 2006) wartet noch im Regal, Doris Lessing (2007) habe ich gleich mal übersprungen, die Arme.