Aufm Amt/ Maßnahme

29 01 2009

Die Tage verflossen rasten so dahin ohne Post. Ich war auch noch in einer Maßnahme vom Arbeitsamt aus. An der darf brauche ich nicht mehr teilnehmen, weil ich mehr als 15h pro Woche arbeite. (Ich arbeite 20h.) Das wäre, wenn ich es persönlich nehmen würde schon ein  herber Schlag. Schon klar, die Beraterin hat halt ihre Vorschriften. Da muss ich auch nicht diskutieren.  Kurz und gut: Sicherlich stand ich rein rechtlich in der Kommunikationsbringschuld (Hallo Arbeitsamt, seit Tag XX, 6 Uhr morgens bin ich sozialversichert beschäftigt.) aber auf die Idee musste ich erstmal kommen, wo mir zweimal der Termin abgesagt wurde und außerdem der/die Berater/in gewechselt hat. Als ich dann endlich an ihrem Schreibtisch saß, habe ich sie auch ‚zeitnah‘ informiert.

Die Maßnahme an sich hatte auch berichtenswertes zu bieten. So lustig ist es aber nicht, wenn man selbst drinsteckt! Na gut, ein kurzes Beispiel. Die Blicke in der ersten Veranstaltung, ca. 20 Teilnehmer:

Blick 1: Schön, dass ich hier bin, die helfen mir sicher mit der Bewerbungsmappe!

Blick 2: Hat eh alles kein Sinn.

Blick 3: Ich will in Frührente, ich bin quasi aus Versehen hier.

Blick 4: Hallo Tischplatte, hallo Hände, hallo Fenster, was habt ihr mir zu sagen??

usw.

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Heimalltag und Lothar Matthäus

13 01 2009

Auf Anregung einer treuen Kommentatorin, schreibe ich etwas aus meinem aufregendem (?) Leben: Der Job im Alten- und Pflegeheim.

unschöne Erfahrungen:

– angeschrien zu werden (von Schlaganfallpatienten)

– statt Hinterlassenschaften von Hunden ganz andere Sachen im Schuhprofil zu haben

Mir fallen natürlich auch kuriose Geschichten ein, z.B. eine demente Bewohnerin läuft auf dem Flur mit Mantel und Handtasche herum. „Mein Taxi müsste doch langsam mal da sein.“ Auf der Arbeit nehme ich das auch  jeweils mit Humor (unter Kollegen), bzw. Ernsthaftigkeit (gegenüber den Bewohnern), denn es kann auch sein, dass man im nächsten Moment mit wirklich nicht mehr so lustigen Aussagen konfrontiert wird. „Eigentlich will ich gar nicht mehr leben.“ Die Medaille hat ja nun mal zwei Seiten. Daher will ich das so ein bisschen weglassen. Wer A nicht sagt, braucht dann wegen nichterzähltem B sich keine Gewissensbisse zu machen.

angenehmere Erfahrungen:

Angenehm ist, wenn die (in diesem meine ich nur die dementen) Bewohner/innen sich freuen, wenn man zu ihnen geht, dann wird alles folgende gleich leichter, aber nicht gleich wirklich leicht.  „Na, min Jung“ oder „Das ist ja schön, dass Sie mich mal besuchen kommen.“ Ja, das ist es auch. Während wir nun diskutieren, ob ein Windelwechsel nötig ist  („Ooch, das kann ich doch allein, da müssen sie sich nicht bemühen.“ (Natürlich kann die Bewohnerin es nicht allein.)) lerne ich auch gern alte Kinderlieder wie „Der Jäger aus Kurpfalz“.

Und ich bekomme Lebensweisheiten mit auf dem Weg. Trotz fortgeschrittener Demenz kam eine Bewohnerin beim „Lesen“ der Bild am Sonntag zu einer wahren Schlussfolgerung. Die Überschrift war ungefähr so: „Ich habe kein Problem damit, dass Lothar (Matthäus) schon 3mal verheiratet war.“ Bewohnerin, 92 Jahre: „Wer will denn das wissen? Und wer ist überhaupt dieser Lothar?“ Ich erklärte nebenher, dass L. Matthäus gemeint ist. Als ich mich verabschiede und aus dem Zimmer gehen will, gibt sie mir mit auf den Weg: „Und denken Sie nicht mehr an diesen Lothar.“ Das habe ich ihr dann versprochen und eine gute Nacht gewünscht.





Kreative Pause, bzw. Pause bei der Kreativität

12 01 2009

Als ich noch kein eigenes Blog hatte, dachte ich manchmal mit Ungeduld, dass der oder die BlogerIn doch mal wieder einen Beitrag bringen könnte. Jetzt bin ich selbst in der Lage, Beiträge zu schreiben, doch stattdessen mache ich eine Art texterische Winterruhe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Winterruhe

In diesem Sinne ein gutes Jahr 2009 für meine LeserInnen!





KW 51 – Exhausted und viele Kleinigkeiten

16 12 2008

Puh! Ich bin nix gewohnt. Der kurze Römerartikel zog sich dann doch, bis er endlich fertig war. In dieser Kategorie beschreibe ich ein bisschen von meinem Alltag, wer es nicht lesen mag, weiß  dann ja Bescheid. Meinen Zustand kann ich wohl z. Z. als etwas „exhausted“ bezeichnen.

Apropos: Bescheid wissen. WordPress zeigt mir jede Woche aufs Neue, dass ich doch schon immer Zeit und Nachdenken investieren muss. Das betrifft das Technische, dazu kommt das Inhaltliche. Wie sagt „kurzvorunendlich“ immer, ein Blog muss gefüttert werden.

Tja, also halbtags gehe ich jetzt an einen Arbeitsplatz, wo ich viel NDR 1 höre und oft Gummihandschuhe trage, genau: Es ist ein pflegender Beruf.

Mein Computer macht das Blogen auch nicht leichter, er hat sein Leben bald verspielt. Der alte Röhren-Monitor wird bleiben, dann kann ich mal wieder ein Foto einstellen. Ich überlege noch: XP oder Vista kaufen? Nein, kein Linux! Ich will nix neues Lernen. Wahrscheinlich XP…

Ich habe meine Weihnachtsgeschenke gekauft ! Juhu!

Ich überlege, bald mal die Kategorie Demografie aufzunehmen, und ein paar Bücher vorstellen möchte ich auch, im Moment probiere ich  G. Grass: „Im Krebsgang“ zu lesen.