Stress im Ehrenamt

19 04 2010

Seit dem letzten Wochenende darf ich mich ehrenamtlich Sanitätshelfer nennen, ich habe nämlich den Lehrgang „San A“ absolviert. War gar nicht so ohne Stress,  weil die Ausbilder über die Hälfte der Kursteilnehmer  zu einem zweiten Fallbeispiel haben antreten lassen, d.h. das erste war sozusagen „nicht bestanden“.

Ein Fallbeispiel war z.B. folgendes : Ein Mädchen liegt auf der Kellertreppe, angeschminkte rote Farbe läuft aus dem Ohr. H-Milch und sein Helfer setzten den Notruf ab, lagern, geben Sauerstoff, kontrollieren die Vitalfunktionen und freuen sich über das vermeintlich leichte Beispiel. Tja, das war nix! Möglichen Schädelbasisbruch nicht erkannt, Flüssigkeit und Blut aus dem Ohr nicht ablaufen lassen, keine keimfreie  Abdeckung des Ohrs, kein Wärmeerhalt der Verletzten vom nicht erkannten aufgeschminkten Brillen- oder Monokelhämatom wollen wir gar nicht reden … also: Noch einmal antreten zum zweiten Fallbeispiel. Das war dann besser, auch wenn ich mit dem kaputten Blutdruckmessgerät am besten meinen eigenen Pumpendruck gemessen hätte, weil mir dann doch die Hände zitterten vor Aufregung. Leichter war die theoretische Prüfung und die Prüfung der praktischen Kenntnisse bei der HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung).

Fazit: Eine (gelegentliche) Prüfung in Ehren, kann niemand verwehren.

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7 Wochen ohne

3 04 2010

…  sind morgen geschafft. Mein Verzicht bestand aus Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten. Zu den Süßigkeiten zählte auch Kuchen, Joghurt bitte mit wenig Zucker möglichst. Erlaubt waren schwarzer Tee, Marmeladenbrote und Kuchen an Geburtstagen (1x in 7 Wochen).

Zu Anfang vermisste ich Kaffee und ein Feierabendbier. Aber die letzten Tage lechzte ich nach Süßigkeiten!!!  Die fehlten dann doch fast ein wenig schmerzhaft. Was das Bier betrifft: Ich hätte nicht geglaubt, dass ich mich so an alkoholfreies Bier gewöhnen kann. Ich habe mit den Sachen eigentlich auch nicht geschummelt, aber  anfangs mal 2 Zigaretten geschnorrt, weil mir der Kaffee so fehlte (bin Nichtraucher).

Was ich als Erfahrung mitnehme: 1) Ohne Kaffee gibt es selten ein Mittagstief, ( dass ich mit Kaffee bekämpfen müsste, und dann wieder am Nachmittag ein Tief hätte ) und ich kann viel früher ins Bett.  2) Meine süßen Geschmacksrezeptoren sind viel feiner geworden. Apfelsaft finde ich inzwischen sehr süß.  3) Ohne Alkohol ist auch mal nett!  Wobei ich mich schon auf einen schönen Cuba Libre freue.





Triff den Axolotl

21 03 2010

Der Axolotl (Ambystoma mexicanum), ein Schwanzlurch, lebt im Tropenhaus von Hagenbecks Tierpark. Wir hatten schon lange vor, die Echsen dort zu besuchen. („Echsen besuchen“  ist jetzt trivial und naiv dahergesprochen und nicht zoologisch korrekt, der Lurch gehört zu den Amphibien.) Inzwischen sind wir aber zu dritt, und unser Sohn, nennen wir ihn David, war nicht ganz so begeistert. Durch die Hitze im Tropenhaus hatte er ganz rote Bäckchen. Er schaute sich zwar interessiert um (er ist erst einige Monate alt) bekam dann aber den kleinen Schreianfall in der Cafeteria, den Papa eigentlich schon geahnt hatte (und Mama).

Kennt jemand diese tragische Krokodilgeschichte, die wie eine urban legend klingt, wo ein Elternteil ein Kleinkind über das Geländer eines Reptilienbeckens gehalten hat? Oder war es ein Tigerkäfig ?  Zum ersten Mal war ich jedenfalls ganz vorsichtig bei den Krokodilen. Ich behielt den kleinen Zwerg jedenfalls wachsam im Auge, während andere doch sehr großzügig mit der Brüstung umgingen.

Hier zuhause fielen wir alle drei  in einen tiefen Schlaf.

P.S.: Aus der sicheren Entfernung waren die gepanzerten grau-grünen Nil-Watcher allerdings das Highlight des Tages. „Holzauge sei wachsam“ scheint das Motto ihres scheinbar trägen Dahintreibens zu sein.





Betrachtung der Zeit zur Zeit

16 03 2010

Ja, mein Blog ist ungepflegt. Aber ich finde das nicht so schlimm, denn viele andere Sachen werden gepflegt. Ein typischer Tag sieht z.B. so aus. Heute, an einem Wochentag habe ich frei, weil ich ja auch am Wochenende arbeite.

Um kurz vor 8 Uhr wachen wir auf, das Kind wird  von seiner Lieblingsmolkerei versorgt. Um 8 Uhr 45 frühstücken wir drei, wobei das Baby ja schon satt ist. Um 9 Uhr 45 habe ich Emails geschrieben, ein paar Nachrichten gelesen und tippe einige Zeilen in mein Blog. Die müde Mutti (hat oft Nachtschicht als Molkerei) duscht ausnahmsweise mal ganz in Ruhe. Jetzt erwacht mein bestes Baby, dass 2 Meter entfernt auf einer Kuscheldecke schläft. Es heult nicht, plappert vor sich hin, aber …

(5min später)

… hätte doch geheult, wenn ich nicht mit einem Stofftier und Animationsprogramm aufgetaucht wäre.

Bis bald

P.S. Nachher ist Babybadetag.





Keller ordnen

15 03 2010

Heute ist Kellerausräumtag. Ich werfe aber nicht weg, wie ich  in einem jüngst gekauften Aufräumratgeber gelesen habe, sondern packe 5-8 Umzugskartons mit Ordnern und Büchern bei meinen Eltern auf den Dachboden. Umständlich, weil die im Harz wohnen, aber dafür kann ich dann in 5 Jahren im großen Stil wegwerfen.

P.S.: Könnte, denn da stehen ja noch Kartons, die ich vor 5 Jahren da abgestellt habe.





Ich bin dann mal weg

10 02 2010

Heute eine Meldung in meinem gmx-Mail-Account. Sie waren 180 Tage nicht aktiv. („Boah“.) Wir haben ihr Konto daher auf inaktiv geschaltet.

Ich denke mal, es gibt Leute, die vergessen einfach, dass sie überhaupt einen 5. Mail-Account haben.





Papa allein zu Haus

29 01 2010

Hüte gerade ohne Mutti das Kind. Es grunzt und rumort. Nach meinem mehrwöchigen Baby-Praktikum weiß ich, dass wird in Heulen münden. Muss abbrechen. Bis die Tage

PS: Freundliches Glucksen, Heulen und Darmgeräusche wechseln sich gerade ab. Inzwischen kann ich einhändig mit Baby auf dem Arm tippen.