Ein ruhiger Wintersamstagmorgen …

9 01 2010

…  liegt vor dem Fenster. Es fahren kaum Autos, die Schulkinder schlafen noch und ein leichter Wind (nicht Daisy !) biegt den Rauch aus den Schornsteinen hin und her. Ich wollte mit meinem Schatz auf dem Arm einhändig einen kurzen Beitrag tippen, doch dann kam alles anders.

1) Ich hatte kurz vorher A. angerufen, aber der schlief wohl noch , niemand nahm ab. Dann rief ich C. an, um mich mit ihm auf  Skype bei einer Videokonferenz zu treffen.  C. wollte aber erstmal frühstücken, außerdem hat er ein kleines Kind, dass auch etwas essen möchte.

2) Also, wo der Computer schon mal an ist, kann ich ja auch in mein Blog gehen, denke ich mir.

3) Inzwischen ist aber A. aufgewacht und ruft gerade jetzt auf dem Festnetz an. Wir verabreden uns bei Skype. 4) In dem Moment, wo er seinen Computer hochfährt, ruft H. an. „Ich habe gehört, ihr habt Nachwuchs…“ H. hat keine Email bekommen, wo ich doch mein Adressbuch immer besser gepflegt habe. Jedenfalls habe ich kurz mit H. gesprochen, um dann A. in Skype zu empfangen. 5) Das Headset geht heute morgen nicht. Auf dem Arm liegt der Kleine, ich kann das jetzt nicht beheben. 6) Naja, irgendwie konferieren wir dann mit Festnetz und Webcam. 7) Später erreicht mich noch C., inzwischen nörgelt der Kleine doch schon ein bisschen. 8 ) Der Kleine bekommt jetzt erstmal Milch, ich schreibe meinen Beitrag.  9 ) Hiernach will ich mal den vertrösteten H. anrufen, der mit dem Auto irgendwo bei Frankfurt ist.

Fazit: Gut, alle sind auf dem Laufenden, und der Kleine hat auch seine erste Lehrstunde in Multitasking bekommen, aber romantisch war es nicht mehr. Ich blicke hier auf ganz toll verschneite Dächer und Gärten, es ist ganz still,  vielleicht hätte ich lieber keinen anrufen sollen.

Immerhin hatte ich in Ruhe gefrühstückt.

Epilog:

10) Ich finde H.´s  Mobilnummer nicht auf meinem Display.

Werbeanzeigen




Last christmas I gave you my heart …

28 12 2009

Wir haben Weihnachten, also die Zeit vom 22. bis zum 26. im Krankenhaus verbracht. Alles ist gutgegangen. Unser Baby ist so wunderschön, dass mir der Atem stockt. So kitschig es klingt, ich habe wirklich mein Herz an ihn verloren.  Geradeso hat es der Kleine geschafft, kein Christkind oder ein „1.- Weihnachtstag-Kind“ zu werden.  Mir wäre es egal gewesen, solange er so gesund und rosig ist, wie er ist. Aber es ist wohl schon netter, kurz vor Weihnachten Geburtstag zu feiern, als zum Beispiel Heiligabend.

Im Kreissaal lief das Radio, was wirklich ein bisschen Ablenkung und Nervositätssenkung für den Vater schafft, wenn frau zwischen zwei Presswehen durchatmet. Natürlich hätten wir unsere eigenen CDs einlegen können, aber die lagen im Zimmer 2 Minuten entfernt und ich niemand geht glaube ich CDs holen in so einer Situation. Das einzige, was ich mal gemacht habe, war mir im Laufschritt einen Kaffee zu holen, als noch keine Presswehen da waren. Naja, jedenfalls lief das Radio, und plötzlich hörte ich   „Last Christmas“ von George Micheal. Zu dem Zeitpunkt war aber so ca.  99% der Geburt geschafft, sonst hätte ich nicht hingehört und sonst würde ich das  auch nicht richtig registriert haben, denn es war sehr anstrengend – auch für den H-Milch-Papa. In der Situation musste ich doch kurz grinsen.

Wie gut, dass wir alles überstanden haben. Mit H-Milch wird der Kleine aber nicht versorgt, nein, er bekommt frischeste Muttermilch.

Ach, ich bin so glücklich wenn ich ihn sehe – und das jeden Tag aufs Neue.

So, im Nebenzimmer wird aber geweint, ich geh mal schauen.





Umräumen 1

10 12 2009

Aus aktuellem Anlass gebe ich bekannt: „Nein, das Kind ist noch nicht da.“

Wir haben inzwischen mit Umräumen einige Zeit verbracht. Das totale Chaos konnten wir gerade noch verhindern. Unsere Wohnung ist klein, also hieß es, schrittweise und wohlgeplant vorzugehen:  (1) Kleiderschrank ausräumen, (2) Sachen auf ein Bett legen. Dann (3) Kleiderschrank verschieben (mit Tatkräftiger Hilfe aus 3. Hand, die Mutti muss sich schonen), (4) wieder einräumen und nächstes Projekt angehen. Die Küche war zwischenzeitlich völlig zugestellt.





Grauester Alltag

12 11 2009

Das Negative zuerst: Ja, ich denke immer wieder daran, den Blog zu schließen, aber … es gibt immer ein aber.

Blöd: ) Diese Woche ist scheiße. Vielleicht muss/möchte ich einen Arbeitsplatz wechseln. Naja, dass ist meine Sache.

Besser: ) Ansonsten ist das Leben sehr schön. Da ich Opas wickeln kann, ist mir dass auch beim Babywickelkurs gutgelungen und bei meinem neuen Lieblings „Schwippneffen„. Wie heißt denn der Sohn meines Schwippschwagers ? Also nicht mit Vornahmen,  dass weiß ich, sondern als Begriff.

Entspannend: ) Seit langem habe ich mal freie Tage. Neulich war ich in Harburg einkaufen. Der Kebab Saloni an der Ecke „vor“ dem Phönix-Center hat mir wieder sehr gefallen. Nein, es gab nichts eckliges (naja, für euch vielleicht doch) sondern eine (Hirn- und) Fleischsuppe, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass da wegen BSE überhaupt kein Hirn drin ist. Schmeckt wie ähnlich wie deutsche Rinderbrühe mit viel Fleisch , nur unendlich salzig. Dafür gibt es dann halt Airan.




Windsommer

3 09 2009

Neulich war es warm und windig. Böen zerrten an Büschen und Bäumen. Leere Blumentöpfe  auf dem Balkon kullern herum, die Zeitung flattert und knickt. Ich fand das echt nett. Vor allem das Geräusch von den Blättern hat so etwas sommerliches. Besonders gut ist das in dem Film Was nützt die Liebe in Gedanken eingefangen, wenn August Diehl und Daniel Brühl in den Wiesen in der Nähe des Wochenendhauses herumstreifen. (Natürlich geht es in dem Film nicht um milden Wind, aber er ist anfangs ein schönes Element.)

Jetzt ist der Sommer bald zuende.





Ausreden

13 08 2009

Ich habe

Florenz gesehen, Verona gesehen, an der ital. Riviera gebadet, selbstgemachte Meeresfrüchtespaghetti gegessen, ganz viel Espresso getrunken, auf italienisch nach dem Weg gefragt, auf Englisch eine Antwort bekommen, in den Uffizien geschwitzt, 4Euro20 für zwei belämmerte Kugeln Eis bezahlt, trotzdem gute Laune gehabt, mein Herz mal wieder an Italien verloren, mir geschworen wieder hinzufahren.

Ich bin

Nachtzug gefahren, immer noch begeistert von Italien, ganz oft komplett durchgeschwitzt gewesen.

Ich musste

gleich wieder arbeiten, den Blog zurückstellen, meine eigene Wohnungstür aufknacken (zufallen lassen), meine Autobatterie laden (Licht angelassen).

Ich werde

mich bald wieder melden.





Urlaub

25 06 2009

Blogferien bis ca. 20 Juli. Euch allen einen „endless summer“.