Triff den Axolotl

21 03 2010

Der Axolotl (Ambystoma mexicanum), ein Schwanzlurch, lebt im Tropenhaus von Hagenbecks Tierpark. Wir hatten schon lange vor, die Echsen dort zu besuchen. („Echsen besuchen“  ist jetzt trivial und naiv dahergesprochen und nicht zoologisch korrekt, der Lurch gehört zu den Amphibien.) Inzwischen sind wir aber zu dritt, und unser Sohn, nennen wir ihn David, war nicht ganz so begeistert. Durch die Hitze im Tropenhaus hatte er ganz rote Bäckchen. Er schaute sich zwar interessiert um (er ist erst einige Monate alt) bekam dann aber den kleinen Schreianfall in der Cafeteria, den Papa eigentlich schon geahnt hatte (und Mama).

Kennt jemand diese tragische Krokodilgeschichte, die wie eine urban legend klingt, wo ein Elternteil ein Kleinkind über das Geländer eines Reptilienbeckens gehalten hat? Oder war es ein Tigerkäfig ?  Zum ersten Mal war ich jedenfalls ganz vorsichtig bei den Krokodilen. Ich behielt den kleinen Zwerg jedenfalls wachsam im Auge, während andere doch sehr großzügig mit der Brüstung umgingen.

Hier zuhause fielen wir alle drei  in einen tiefen Schlaf.

P.S.: Aus der sicheren Entfernung waren die gepanzerten grau-grünen Nil-Watcher allerdings das Highlight des Tages. „Holzauge sei wachsam“ scheint das Motto ihres scheinbar trägen Dahintreibens zu sein.





Betrachtung der Zeit zur Zeit

16 03 2010

Ja, mein Blog ist ungepflegt. Aber ich finde das nicht so schlimm, denn viele andere Sachen werden gepflegt. Ein typischer Tag sieht z.B. so aus. Heute, an einem Wochentag habe ich frei, weil ich ja auch am Wochenende arbeite.

Um kurz vor 8 Uhr wachen wir auf, das Kind wird  von seiner Lieblingsmolkerei versorgt. Um 8 Uhr 45 frühstücken wir drei, wobei das Baby ja schon satt ist. Um 9 Uhr 45 habe ich Emails geschrieben, ein paar Nachrichten gelesen und tippe einige Zeilen in mein Blog. Die müde Mutti (hat oft Nachtschicht als Molkerei) duscht ausnahmsweise mal ganz in Ruhe. Jetzt erwacht mein bestes Baby, dass 2 Meter entfernt auf einer Kuscheldecke schläft. Es heult nicht, plappert vor sich hin, aber …

(5min später)

… hätte doch geheult, wenn ich nicht mit einem Stofftier und Animationsprogramm aufgetaucht wäre.

Bis bald

P.S. Nachher ist Babybadetag.





Keller ordnen

15 03 2010

Heute ist Kellerausräumtag. Ich werfe aber nicht weg, wie ich  in einem jüngst gekauften Aufräumratgeber gelesen habe, sondern packe 5-8 Umzugskartons mit Ordnern und Büchern bei meinen Eltern auf den Dachboden. Umständlich, weil die im Harz wohnen, aber dafür kann ich dann in 5 Jahren im großen Stil wegwerfen.

P.S.: Könnte, denn da stehen ja noch Kartons, die ich vor 5 Jahren da abgestellt habe.





Ich bin dann mal weg

10 02 2010

Heute eine Meldung in meinem gmx-Mail-Account. Sie waren 180 Tage nicht aktiv. („Boah“.) Wir haben ihr Konto daher auf inaktiv geschaltet.

Ich denke mal, es gibt Leute, die vergessen einfach, dass sie überhaupt einen 5. Mail-Account haben.





Papa allein zu Haus

29 01 2010

Hüte gerade ohne Mutti das Kind. Es grunzt und rumort. Nach meinem mehrwöchigen Baby-Praktikum weiß ich, dass wird in Heulen münden. Muss abbrechen. Bis die Tage

PS: Freundliches Glucksen, Heulen und Darmgeräusche wechseln sich gerade ab. Inzwischen kann ich einhändig mit Baby auf dem Arm tippen.





Ein ruhiger Wintersamstagmorgen …

9 01 2010

…  liegt vor dem Fenster. Es fahren kaum Autos, die Schulkinder schlafen noch und ein leichter Wind (nicht Daisy !) biegt den Rauch aus den Schornsteinen hin und her. Ich wollte mit meinem Schatz auf dem Arm einhändig einen kurzen Beitrag tippen, doch dann kam alles anders.

1) Ich hatte kurz vorher A. angerufen, aber der schlief wohl noch , niemand nahm ab. Dann rief ich C. an, um mich mit ihm auf  Skype bei einer Videokonferenz zu treffen.  C. wollte aber erstmal frühstücken, außerdem hat er ein kleines Kind, dass auch etwas essen möchte.

2) Also, wo der Computer schon mal an ist, kann ich ja auch in mein Blog gehen, denke ich mir.

3) Inzwischen ist aber A. aufgewacht und ruft gerade jetzt auf dem Festnetz an. Wir verabreden uns bei Skype. 4) In dem Moment, wo er seinen Computer hochfährt, ruft H. an. „Ich habe gehört, ihr habt Nachwuchs…“ H. hat keine Email bekommen, wo ich doch mein Adressbuch immer besser gepflegt habe. Jedenfalls habe ich kurz mit H. gesprochen, um dann A. in Skype zu empfangen. 5) Das Headset geht heute morgen nicht. Auf dem Arm liegt der Kleine, ich kann das jetzt nicht beheben. 6) Naja, irgendwie konferieren wir dann mit Festnetz und Webcam. 7) Später erreicht mich noch C., inzwischen nörgelt der Kleine doch schon ein bisschen. 8 ) Der Kleine bekommt jetzt erstmal Milch, ich schreibe meinen Beitrag.  9 ) Hiernach will ich mal den vertrösteten H. anrufen, der mit dem Auto irgendwo bei Frankfurt ist.

Fazit: Gut, alle sind auf dem Laufenden, und der Kleine hat auch seine erste Lehrstunde in Multitasking bekommen, aber romantisch war es nicht mehr. Ich blicke hier auf ganz toll verschneite Dächer und Gärten, es ist ganz still,  vielleicht hätte ich lieber keinen anrufen sollen.

Immerhin hatte ich in Ruhe gefrühstückt.

Epilog:

10) Ich finde H.´s  Mobilnummer nicht auf meinem Display.





Last christmas I gave you my heart …

28 12 2009

Wir haben Weihnachten, also die Zeit vom 22. bis zum 26. im Krankenhaus verbracht. Alles ist gutgegangen. Unser Baby ist so wunderschön, dass mir der Atem stockt. So kitschig es klingt, ich habe wirklich mein Herz an ihn verloren.  Geradeso hat es der Kleine geschafft, kein Christkind oder ein „1.- Weihnachtstag-Kind“ zu werden.  Mir wäre es egal gewesen, solange er so gesund und rosig ist, wie er ist. Aber es ist wohl schon netter, kurz vor Weihnachten Geburtstag zu feiern, als zum Beispiel Heiligabend.

Im Kreissaal lief das Radio, was wirklich ein bisschen Ablenkung und Nervositätssenkung für den Vater schafft, wenn frau zwischen zwei Presswehen durchatmet. Natürlich hätten wir unsere eigenen CDs einlegen können, aber die lagen im Zimmer 2 Minuten entfernt und ich niemand geht glaube ich CDs holen in so einer Situation. Das einzige, was ich mal gemacht habe, war mir im Laufschritt einen Kaffee zu holen, als noch keine Presswehen da waren. Naja, jedenfalls lief das Radio, und plötzlich hörte ich   „Last Christmas“ von George Micheal. Zu dem Zeitpunkt war aber so ca.  99% der Geburt geschafft, sonst hätte ich nicht hingehört und sonst würde ich das  auch nicht richtig registriert haben, denn es war sehr anstrengend – auch für den H-Milch-Papa. In der Situation musste ich doch kurz grinsen.

Wie gut, dass wir alles überstanden haben. Mit H-Milch wird der Kleine aber nicht versorgt, nein, er bekommt frischeste Muttermilch.

Ach, ich bin so glücklich wenn ich ihn sehe – und das jeden Tag aufs Neue.

So, im Nebenzimmer wird aber geweint, ich geh mal schauen.