Weniger Surfen und mehr Zeit zum Bücherlesen?

15 01 2009

Ich habe das Glück, in einer Buchhandlung ein Praktikum machen zu können. Ja, ich mache z. Z. alles gleichzeitig, aber das ist ein Thema für einen anderen Tag.

Jedenfalls standen da dutzende, hunderte guter Bücher. Und ich dachte: „Was bringt mir das Surfen im Internet, hier stehen die interessanten Sachen! Man müsste mehr lesen, statt soviel zu Surfen!“ Nach einiger Zeit des Nachdenkens fiel mir ein, dass vor 10 Jahren, als das Internet noch nicht so voluminös und auch noch viel langweiliger war, ich auch kaum Neuerscheinungen an Belletristik oder Sachbüchern gelesen habe.“

Tja, da hat sich damals (vor 10 Jahren) wie heute (2009) immer noch nichts dran geändert: Carpe diem, pflücke/ nutze den Tag. Das muss jeder aber jeden Tag entscheiden, was er sich pflückt. Nehme ich als Beispiel den Ausdruck „carpe diem“. Bei Wikipedia steht, „carpe diem“ sei weniger hedonistisch, als epikuristisch gemeint. Würde ich mich jetzt besser fühlen, wenn ich das im Brockhaus nachgeschaut hätte? Soll ich mir Literatur über Epikur besorgen? Nein! Ich kann das Thema jetzt abhaken und habe dann vielleicht wirklich mal Zeit für die Lektüre  einer  Belletristikneuerscheinung oder der jeweils aktuellen Nobelpreisträger, z.B.  eines Werks von Le Clézio. Aber wie sieht es wirklich aus: Auch Orhan Pamuk (Literaturnobelpreis 2006) wartet noch im Regal, Doris Lessing (2007) habe ich gleich mal übersprungen, die Arme.

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