Stress im Ehrenamt

19 04 2010

Seit dem letzten Wochenende darf ich mich ehrenamtlich Sanitätshelfer nennen, ich habe nämlich den Lehrgang „San A“ absolviert. War gar nicht so ohne Stress,  weil die Ausbilder über die Hälfte der Kursteilnehmer  zu einem zweiten Fallbeispiel haben antreten lassen, d.h. das erste war sozusagen „nicht bestanden“.

Ein Fallbeispiel war z.B. folgendes : Ein Mädchen liegt auf der Kellertreppe, angeschminkte rote Farbe läuft aus dem Ohr. H-Milch und sein Helfer setzten den Notruf ab, lagern, geben Sauerstoff, kontrollieren die Vitalfunktionen und freuen sich über das vermeintlich leichte Beispiel. Tja, das war nix! Möglichen Schädelbasisbruch nicht erkannt, Flüssigkeit und Blut aus dem Ohr nicht ablaufen lassen, keine keimfreie  Abdeckung des Ohrs, kein Wärmeerhalt der Verletzten vom nicht erkannten aufgeschminkten Brillen- oder Monokelhämatom wollen wir gar nicht reden … also: Noch einmal antreten zum zweiten Fallbeispiel. Das war dann besser, auch wenn ich mit dem kaputten Blutdruckmessgerät am besten meinen eigenen Pumpendruck gemessen hätte, weil mir dann doch die Hände zitterten vor Aufregung. Leichter war die theoretische Prüfung und die Prüfung der praktischen Kenntnisse bei der HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung).

Fazit: Eine (gelegentliche) Prüfung in Ehren, kann niemand verwehren.