Zurück in die Zukunft …

9 08 2010

… ist ein bekannter 80er Jahre Mehrteiler. Genau wie in einer Zeitreise fühle ich mich aber an der Berufsschule. Immerhin bin ich in meinem Ausbildungsberuf nicht der Älteste, aber auch nicht der Jüngste.

Ich habe überlegt, ob ich vielleicht zu diesem Thema bloge, aber dafür ist mir die Internetwelt zu klein. Es reicht mir schon, dass mich eine Lehrerin fragte: „Sie haben doch Soziologie/Romanistik/Geschichte * studiert, oder?“

Ich habe mir das immer mal ausgemalt, wie es wäre noch mal zur Schule zu gehen, also ungefähr so wie in dem Film „17 again“. Und nun habe ich es, komplett mit Schulklasse, Pausenhof und Hausarbeiten. Gerade fällt mir noch der Film „Die Feuerzangenbowle“ ein, der ja ein noch besseres Beispiel zum Thema „Zweiter Bildungsweg“ ist. Ich werde aber nicht die Lehrer foppen und die Tochter vom Direktor klarmachen, sondern mein Berufsziel zuende bringen und die Zeit genießen soweit möglich.

Das war es soweit von mir.

* Denkt euch was aus!





Was bin ich für ein Mensch?

20 06 2010

Heute abend irgendwann gegen 19 Uhr kam eine  Bingo-Sendung  mit Michael Thürnau. Auf der Arbeit (im Pflegeheim)  wechselten wir zu zweit ein Bettlaken eines netten Bewohners wobei sein Fernseher lief. Ich sah einen kräftigen Moderator an einer Art Pult stehen und an Tischchen Zuschauer sitzen, eine Aufmachung wie vor 25 Jahren, fand ich. Den Moderator kannte ich nicht, spendete ihm dennoch Anerkennung, weil er nicht so mainstream-mäßig daherkommt. Gesagt habe ich das aber etwas anders, in etwa so:“Was ist das denn für eine coole Sendung. 70er – Jahre Tischchen. Und ein Moderator mit Bürstenhaarschnitt und Weste …

Der Bewohner sagte halb spaßig, halb empört. „Was sind sie denn für ein Mensch? Das ist Michael Thürnau!“

Ja, was bin ich für ein Mensch? Ich überlege immer wieder, ob es lohnt, mein Blog fortzuführen und ich habe mit Kind, Umzug und  beruflicher Neuorientierung soviel zu tun, dass ich nicht mal mehr Tagebuch schreibe. Ehrlich gesagt, ist mir das auch ziemlich egal, das ich Bingo nicht kenne. Genau aus diesem Grund habe ich ja den Fernseher abgeschafft.

P.S.: Vom Hören kannte ich natürlich den Thürnau, es läuft ja die gesammte Zeit NDR 1.





Das Kind hat sich GEDREHT …

4 05 2010

… und zwar heute mittag vom Bauch auf den Rücken.  Und – ich bin ganz begeistert – heute abend dann vom Rücken auf den Bauch. Ich stand mit dem Telefonhörer in der Hand in der Nähe, habe ihn also nicht animiert und auf einmal rollt er sich auf den Bauch und dann wieder zurück auf den Rücken. Ich kann mich nicht erinnern, je so erstaunt, begeistert und stolz beim Anblick eines sich drehenden kleinen Menschen gewesen zu sein.





Urlaub, Umzug und Blogfreie Zeit

19 04 2010

Diese Woche mache ich Urlaub in Berlin und im Mai ziehen wir um, weil diese Zweiraumwohnung langsam zu eng wird. Unserem kleinen David werden wir dann später erzählen, „ja, als du 4 Monate alt warst, da haben wir noch in dieser Wohnung da oben gewohnt“. Danach wird´s spießig, so viel sei schon mal verraten, wir haben einen Garten zu pflegen. Mal schauen, wie das wird. Ich mag Gärten, aber ich werde mich da nicht sklavisch aufopfern.

Dazu noch ein Literaturtipp, was passiert, wenn man seinen Garten 100, 1000 und sogar 10.000 Jahre nicht pflegt:

Alan Weisman: Die Welt ohne uns, München 2007,  ISBN 978-3-492-05132-3

Es geht darum, wie die Natur sich die von Menschen besiedelten Gebiete zurückerobern würde. Das Buch ist richtig faszinierend und spannend. Gibt es auch in fast allen öffentlichen Büchereien, bzw. Bücherhallen.

Wir sehen uns wieder am 1.7 oder so.





Stress im Ehrenamt

19 04 2010

Seit dem letzten Wochenende darf ich mich ehrenamtlich Sanitätshelfer nennen, ich habe nämlich den Lehrgang „San A“ absolviert. War gar nicht so ohne Stress,  weil die Ausbilder über die Hälfte der Kursteilnehmer  zu einem zweiten Fallbeispiel haben antreten lassen, d.h. das erste war sozusagen „nicht bestanden“.

Ein Fallbeispiel war z.B. folgendes : Ein Mädchen liegt auf der Kellertreppe, angeschminkte rote Farbe läuft aus dem Ohr. H-Milch und sein Helfer setzten den Notruf ab, lagern, geben Sauerstoff, kontrollieren die Vitalfunktionen und freuen sich über das vermeintlich leichte Beispiel. Tja, das war nix! Möglichen Schädelbasisbruch nicht erkannt, Flüssigkeit und Blut aus dem Ohr nicht ablaufen lassen, keine keimfreie  Abdeckung des Ohrs, kein Wärmeerhalt der Verletzten vom nicht erkannten aufgeschminkten Brillen- oder Monokelhämatom wollen wir gar nicht reden … also: Noch einmal antreten zum zweiten Fallbeispiel. Das war dann besser, auch wenn ich mit dem kaputten Blutdruckmessgerät am besten meinen eigenen Pumpendruck gemessen hätte, weil mir dann doch die Hände zitterten vor Aufregung. Leichter war die theoretische Prüfung und die Prüfung der praktischen Kenntnisse bei der HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung).

Fazit: Eine (gelegentliche) Prüfung in Ehren, kann niemand verwehren.





Harburg

13 04 2010

War heute in Harburg. Beim Orthopäden standen die Leute bestimmt in einer 25 Meter langen Schlange. Kenne ich schon. Danach (nach fast 4 Stunden) hatte ich ein Drittes Frühstück (fast wie die Hobbits)  bei einem türkischen Bäcker, es war schon halb eins. Und vorher habe ich meine zweite Lieblingsbücherhalle besucht. Hab mir ein Buchausleihlimit gesetzt: 2 Bücher. Und es gebrochen, wie immer, kam mit 3 Büchern raus. Macht nichts, war früher noch „schlimmer“.

P.S. : Ach ja, der Arzt. Keine Sorge, bin soweit gesund und fit.





7 Wochen ohne

3 04 2010

…  sind morgen geschafft. Mein Verzicht bestand aus Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten. Zu den Süßigkeiten zählte auch Kuchen, Joghurt bitte mit wenig Zucker möglichst. Erlaubt waren schwarzer Tee, Marmeladenbrote und Kuchen an Geburtstagen (1x in 7 Wochen).

Zu Anfang vermisste ich Kaffee und ein Feierabendbier. Aber die letzten Tage lechzte ich nach Süßigkeiten!!!  Die fehlten dann doch fast ein wenig schmerzhaft. Was das Bier betrifft: Ich hätte nicht geglaubt, dass ich mich so an alkoholfreies Bier gewöhnen kann. Ich habe mit den Sachen eigentlich auch nicht geschummelt, aber  anfangs mal 2 Zigaretten geschnorrt, weil mir der Kaffee so fehlte (bin Nichtraucher).

Was ich als Erfahrung mitnehme: 1) Ohne Kaffee gibt es selten ein Mittagstief, ( dass ich mit Kaffee bekämpfen müsste, und dann wieder am Nachmittag ein Tief hätte ) und ich kann viel früher ins Bett.  2) Meine süßen Geschmacksrezeptoren sind viel feiner geworden. Apfelsaft finde ich inzwischen sehr süß.  3) Ohne Alkohol ist auch mal nett!  Wobei ich mich schon auf einen schönen Cuba Libre freue.